Fortbildungen – Psychiatrie

Mein innerer Kompass – wie können Pflegemodelle bei täglichen Entscheidungen helfen? 

Oft ist es nicht einfach, ein pflegerisches Ziel zu formulieren und die richtigen Maßnahmen zu treffen. Im Team werden manchmal gegensätzliche Standpunkte vertreten, welche zu Widersprüchen und Verwirrung führen können. Welche Aufgaben hat die psychiatrische Pflege? Wo verlaufen die Grenzen zu den anderen Berufsgruppen? Transparente und allgemeingültige sowie pflegewissenschaftlich fundierte Leitlinien können sowohl für die Pfegenden als auch für die PatientInnen Klarheit und Sicherheit schaffen.

Die Pflegemodelle von Christoph Abderhalden und Hildegard Peplau sowie die NANDA-Pflegediagnosen können als Kompass und Wegweiser in der alltäglichen Arbeit dienen. In dieser Fortbildung die Pflegemodelle vorgestellt und deren Nutzen für die Arbeit mit den PatientInnen diskutiert.

Dauer: 1,5 Stunden im Rahmen einer Präsentation und anschließender Diskussion.

Referent: Georg Hoffmeier

Zielgruppe: Pflegekräfte in der Psychiatrie, für die ein pflegewissenschaftlicher Leitfaden für die täglichen Entscheidungen im Team, aber auch beim Setzen von Rahmenbedingungen im Umgang mit den PatientInnen hilfreich sein könnte.

Kosten: 190,-€

Anatomie der Gefühle

Bei körperlichen Erkrankungen lassen sich Ursachen und die notwendigen pflegerischen Maßnahmen leicht nachvollziehen. Psychischen Erkrankungen sind nicht sichtbar oder messbar. Sie sind nur in der Krankenbeobachtung wahrnehmbar. Die Seele als Sitz der Gefühle ist krank. 

Doch was ist das eigentlich ganz genau – ein Gefühl? Lässt es sich darstellen, sodass es begreifbar ist? Wie kann es krank machen? Welche Eigenschaften haben Gefühle und was lässt sich damit tun? Wie können sie unterdrückt, verarbeitet, verschoben, übertragen oder projiziert werden? 

In dieser Fortbildung soll das Gefühl als Gegenstand der pflegerischen, beratenden oder therapeutischen Arbeit genauer betrachtet werden. 

Das Wissen über neurotische Abwehrmechanismen und transaktionsanalytischen Landkarten kann helfen, das Verhalten der PatientInnen und den eigenen Umgang damit besser zu verstehen. Die Fortbildung kann Wege aufzeigen, welche die Konstruktion von Lösungsoptionen erleichtern.

Dauer: 1,5 Stunden im Rahmen einer Präsentation.

Referent: Georg Hoffmeier

Zielgruppe: Pflegekräfte und therapeutische sowie beratende MitarbeiterInnen in der Psychiatrie, sozialen Einrichtungen und Beratungsstellen, die ihr Verständnis für psychische Störungen und Erkrankungen verbessern möchten. 

Kosten: 190,-€

Die „stabile Instabilität“ – Menschen mit Borderline-Störung verstehen

PatientInnen mit der Borderline-Persönlichkeitsstörung stellen oft die Pflege sowie auch die TherapeutInnen vor großen Herausforderungen. Die Beziehungsgestaltung erfordert Toleranz, Geduld und sehr viel Verständnis die Gefühlslagen der PatientInnen. Der Begriff Borderline lässt schon erahnen, auf welchem schmalen Grat sich die pflegerischen Handlungsmöglichkeiten bewegen. Bei dieser Form der Persönlichkeitsstörung können sämtliche Symptome von psychischen Erkrankungen vorkommen. Nach welchen Kriterien lässt sich die Schwere der Störung beschreiben? Was bedeutet schwarz- weiß Denken und Fühlen? Wie ist der richtige Umgang bei Selbstverletzung? Welche innere Haltung kann helfen, wenn die PatientInnen die pflegerische Beziehung austesten und belasten? Diese Fortbildung soll einen Überblick über die Erkrankung ermöglichen und grundlegende Interventionsmöglichkeiten erörtern.

Dauer: 1,5 Stunden.

Zielgruppe: Pflegekräfte und therapeutische sowie beratende MitarbeiterInnen in der Psychiatrie, sozialen Einrichtungen und Beratungsstellen, welche die Kommunikation und ihren Handlungsspielraum im Kontakt mit PatientInnen mit einer Borderline Persönlichkeitsstörung erweitern möchten.

Kosten: 190,-€

Psychopharmaka – wie Färbemittel die Psychiatrie revolutionierten und begrenzten

Bei der Behandlung von Menschen mit psychischen Erkrankungen steht eine kaum überschaubare Vielzahl von Medikamenten zur Verfügung. Im 19. Jahrhundert aus Färbemitteln entwickelt, revolutionierten Psychotrope Arzneimittel die Psychiatrie. Wie sind die Wirkmechanismen und wo liegen die Grenzen von Psychopharmaka? Welche Chancen eröffnen sich in der Zukunft mit der medikamentösen Behandlung von psychischen Erkrankungen? Wann ist eine Kombination mit der Psychotherapie sinnvoll?

Diese Fortbildung beginnt mit einer kleine Reise durch die Geschichte der Psychopharamakologie. Hypothesen und Forschungen zur Wirksamkeit von psychotropen Stoffen werden vorgestellt. Der Wirkmechanismus von Antidepressiva, Neuroleptika und Beruhigungsmitteln wird erläutert und ermöglicht so ein besseres Verständnis über Anwendungsbereiche und Nebenwirkungen den wichtigsten Arzneimittelgruppen. Neben den Möglichkeiten der medikamentösen Therapie wird auch ein kritischer Blick auf deren Grenzen nicht ausgelassen

Dauer: 1,5 Stunden im Rahmen einer Präsentation.

Zielgruppe: Pflegekräfte und therapeutische sowie beratende MitarbeiterInnen in der Psychiatrie, sozialen Einrichtungen, Beratungsstellen und Pflegeeinrichtungen, die mehr über die Wirkung von Psychopharmaka erfahren und ihr Grundlagenwissen auffrischen bzw. erweitern möchten.

Kosten: 190,-€